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Von Nutzern dieser Seite:
- Erfahrungen bei der Katzensuche

Zunächst einige grundsätzliche Dinge, die speziell bei Katzen mit Freigang wichtig sind:

In ländlichen Gebieten müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass einige Jäger Katzen, die ein paar hundert Meter von Zuhause entfernt sind, einfach abschiessen.


Gefahr durch Regentonne, Teich und Swimmingpool

Regentonne, Gartenteich und Swimmingpool können ein erhebliches Risiko für Katzen darstellen, wenn sich der Wasserspiegel deutlich unterhalb des Randes befindet, und/oder der Rand so glatt ist, dass die Katze daran keinen Halt hat. Einmal hineingefallen kann sie nicht mehr heraus. Daher Regentonnen abdecken, Gartenteiche mit flachem Rand ausstatten, und Swimmingpools möglichst immer abdecken wenn sie nicht benutzt werden. Man kann auch z.B. Sisalmatten so über den Rand des Pools hängend sicher befestigen, dass sie die Wasseroberfläche erreichen, und so einem im Wasser schwimmenden Tier Halt bieten, um herauszuklettern. Da eine Freilauf-Katze auch Nachbargärten besucht, sollten sie auch Nachbarn um entsprechende Maßnahmen bitten.

Vorsicht im Winter:
Freigänger nicht an Tagen herauslassen, an denen sich erst eine sehr dünne Eisdecke gebildet hat.
Auch Katzen brechen ins Eis ein!!!
Das gleiche gilt, wenn das Eis durch Tauwetter sehr dünn und brüchig geworden ist.




Viele Katzenbesitzer möchten ihre Katze gerne draußen herumlaufen lassen, um ihr ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Andererseits wohnen viele davon an stark befahrenen Straßen, und es stellt sich die Frage:

Kann man eine Katze vor den Risiken des Straßenverkehrs schützen?

Unsere Antwort lautet zunächst einmal vereinfacht:

Nein, aber...

Das ist auch der Grund, weshalb wir bei unseren Vermittlungen von Freilaufkatzen immer vor Ort kontrollieren, ob es sich bei dem neuen Zuhause wirklich um einen Platz handelt, bei dem im Umkreis einiger hundert Meter nur ruhige Wohnstraßen vorhanden sind. Das ist nämlich eine der besten Möglichkeiten zur Risikoverminderung.

Kastrierte Kater und weibliche Katzen mindestens 400m, unkastrierte Kater mindestens 1000m bis zur nächsten stark befahrenen Straße
(Wobei unkastrierte Kater/Katzen aus Tierschutzgründen sowieso nicht draußen sein sollten....)

Gibt es auch eine wirklich sichere Möglichkeit in der Nähe stark befahrener Straßen?

Ja, aber die einzige wirklich ganz sichere Möglichkeit ist ein gesicherter Auslauf. Dieser ist jedoch aufwendig zu realisieren, und vielerorts auch schlichtweg nicht möglich ( wegen Bauvorschriften, Nachbarn usw. )

Ein gesicherter Auslauf ist im Prinzip eine Art umzäuntes Gehege.

Relativ einfach und oftmals möglich ist eine gesicherte Terasse. Dabei wird nur ein relativ kleiner Bereich mit Gitterzäunen und / oder Katzenschutznetzen eingezäunt.

Wer in der gleichen Weise einen kompletten Garten absichern möchte, würde zwar ein echtes Katzenparadies schaffen, jedoch ist der Aufwand, wenn die Umzäunung wirklich über längere Zeit zuverlässig "dicht" sein soll, sehr groß.

Das Errichten entsprechend hoher Gitterzäune ist vielerorts aus optischen Gründen unzulässig, manchmal auch, weil die Gartenbereiche als Feuerwehrzufahrten dienen. Bevor man mit großem Aufwand für den Bau beginnt, sollte man sich daher unbedingt informieren. Wenn Nachbarn von dem Anblick "betroffen" sind, fragen Sie auch dort besser vorher nach.

( Wenn wir mal Zeit dazu haben, bringen wir vielleicht mal mehr Infos zum Bau solcher Sicherungen. Aber schauen Sie doch mal unter folgendem Link nach, dort gibt es eine Bauanleitung für eine mögliche Variante eines gesicherten Gartens)

Ich habe eine Katze und wohne in der Nähe einer stark befahrenen Straße. Wenn die ganz sichere Variante nicht möglich ist, kann ich das Risiko wenigstens etwas verringern?

Im Dunkeln sind Katzen für Autofahrer praktisch nicht zu sehen. Daher Freilaufkatzen von Anfang an beibringen, dass es nur tagsüber Auslauf gibt.

Es gibt mobile Zaunsysteme (zum Teil auch als Elektrozaun), die verwendet werden können, um den Garten in bestimmten Richtungen abzusichern, oder auch um nur zeitweise einen Bereich z.B. auf dem Rasen abzusperren. Diese Zäune sind nicht ganz so "massiv" und unbeweglich wie ein gesicherter Freilauf mit festen Zäunen. Elektrozäune sind umstritten, wir haben keine Erfahrungswerte dazu, und verwenden selber nur "normale" Zäune und Netze.

Zu beachten ist, daß eine Katze, die im Normalfall nicht über so ein Netz hinwegspringen würde, wenn sie aus irgendeinem Grund in Panik gerät ( plötzliches lautes Geräusch, fremdes Tier ) mit ungeheurer Kraft gegen oder auch über ein Netz springen kann. Insofern ist die Schutzwirkung sicher nicht hundertprozentig.

Weiterhin müßte man so ein Netz regelmäßig kontrollieren, ob es beschädigt ist. Es darf natürlich auch keine Bäume o.ä. geben, die als Brücken übers Netz dienen könnten.

Es ist bei der Benutzung von Netzen auch darauf zu achten, dass Maschenweite und Standfestigkeit der Einzäunung so ausgelegt sind, dass sich die Katze nicht darin verheddern kann. Speziell dann, wenn die Katze auch unbeaufsichtigt im Netzbereich herumläuft, ist große Sorgfalt geboten.

Das alleinige Absichern der Vorderfront des Garten dürfte in der Regel nicht ausreichen. Wenn die Katze gerne in diese Richtung möchte, findet sie auch einen Weg um das Netz oder den Zaun herum.

Von dem nur zeitweise Absichern eines bestimmten Bereiches z.B. auf dem Rasen im Sommer möchten wir abraten. Eine reine Wohnungskatze ( oder auch Balkonkatze ) kann ein glückliches Katzenleben führen, wenn sie es schon als Katzenkind so kennengelernt hat, und die Wohnung katzengerecht gestaltet ist (interessante Kratzbäume usw.) Wenn Sie so eine Wohnungskatze aber zeitweise in den Garten setzen, kann es passieren, daß die Katze sich an die neue, vorher gar nicht vermißte Freiheit gewöhnt. Nimmt man der Katze diese Freiheit wieder weg, reagieren einige Katzen mit massivem Protestverhalten ( Maunzen, Tapetenkratzen, Urinieren vor der Tür usw. ) Und schon wird sie ins Tierheim abgeschoben... Daher empfehlen wir eine Katze entweder als Wohnungskatze, oder immer als Freilaufkatze halten.

Eine Katze durch Erziehungsmaßnahmen von der Straße fernzuhalten mag in bestimmtem Umfang funktionieren. Auch hier ist aber sehr wahrscheinlich, dass die Katze in bestimmten Situationen alle Erziehung und Vorsicht vergißt.

Beispiele:
Panik durch laute Geräusche, Hunde, Kinder o.ä.
Katze jagt andere Katze, im Spiel oder Kampf
Katze hört den Besitzer zum Essen rufen und will ganz schnell zum Futternapf.

Das oben gesagte gilt auch für den Versuch mit unangenehmen Duftstoffen Barrieren aufzubauen.

Kann man eine Katze an einer langen Leine z.B mitten auf dem Rasen anbinden?

Das ist keine gute Idee. Erstens gilt das oben schon gesagte zum Thema "Nur zeitweise nach draußen lassen". Außerdem ist ein Rasen für eine Katze eher kein sehr interessanter Bereich, da kann sie auch gleich in der Wohnung bleiben, wenn sie nicht zu all den interessanten Büschen, Bäumen und Blumen hinlaufen kann. Wenn sie es doch kann, wird sich die Leine mit Sicherheit verheddern. Sollten sie trotzdem eine Katze an einer langen Leine haben, benutzen Sie unbedingt ein Laufgeschirr (=Halsband plus Brustgurt) und kein einfaches Halsband. Außerdem muß eine lange Leine einen elastischen Teil enthalten (starkes Gummiseil o.ä.) Sonst rennt die Katze nämlich schnell über den Rasen, um z.B. einen Schmetterling zu fangen, und plötzlich spannt sich die Leine. Mit einer normalen Leine gibt das einen derartigen Ruck, dass sich die Katze im Lauf überschlägt. Wie gesagt: Wir halten gar nichts davon.

Wenn Sie Erfahrungen mit Gartenabsicherungen wie z.B. Netzen, Zäunen oder Elektrozäunen gemacht haben, von denen Sie glauben, dass sie auch für andere Katzenbesitzer interessant sein könnten, schicken Sie uns diese doch einfach mal per E-Mail.

( Wer die Idee hat, uns spezielle Produktwerbung in Form von "Erfahrungsberichten" schicken, kann sich die Mühe sparen. Wir werden die Erfahrungen nicht im einzelnen veröffentlichen, sondern nur intern auswerten. Die Tipps, die wir dann hier veröffentlichen, werden keinen Hinweis auf ganz spezielle Produkte oder Hersteller enthalten. )

Da Freilaufkatzen üblicherweise auch zeitweise im Haus sind, sind natürlich auch die Sicherheitstipps für Wohnungskatzen zu beachten.

Ganz wichtig ist z.B. die Kippfenstersicherung, um Unfälle zu vermeiden, falls ein Freigänger bei geschlossener Tür versucht, durch ein Fenster ins Haus zu gelangen ( oder heraus ).